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„Hörverlust“

Schnell erklärt!

Hörverlust bei Erwachsenen kommt öfter vor, als man denkt!

Wir kennen alle solche Situationen – stellen wir uns einen Restaurantbesuch vor.
Kellner sind betriebsam und sausen hin und her. Geschirr klappert, Stühle rücken und kratzen über den Boden, viele Menschen reden und lachen. Mit unversorgtem Hörverlust hat man in dieser Situation große Schwierigkeiten dem Geschehen am eigenen Tisch zu folgen, man wird immer müder und die Konzentration lässt nach …

Eine leider typische Strategie in dieser Situation ist so zu tun, als könnte man hören. Es wird genickt, interessiert geschaut und man lacht mit der Gruppe, obwohl man gar nicht weiß, warum gelacht wird. All das führt zu dem Gefühl, so allmählich ausgegrenzt zu sein. Beim Verlassen des Restaurants ist man völlig ausgelaugt, von Genuss keine Spur, stattdessen herrscht pure Enttäuschung über den Abend auf den man sich lange gefreut hat. Typisch sind daraufhin Vermeidungsstrategien und die eigene, selbsterwirkte Ausgrenzung aus der Gesellschaft beginnt.

Hörverlust und Sehverlust sind nicht direkt vergleichbar!

Sehen und Hören verschlechtert sich im Laufe des Lebens, häufig mehr oder weniger begünstigt durch verschiedene Umweltfaktoren und Lebensläufe. Wer schlechter sieht, kann allmählich schlechter lesen, da die Buchstaben gleichmäßig kleiner werden. Bei einem Hörverlust verhält sich die Veränderung tatsächlich ganz anders.

Hörverlust entsteht meistens für unterschiedliche Tonlagen auch unterschiedlich stark. Aufgrund des Hörverlustes werden bestimmte Silben und Töne schlechter zu hören sein und andere sind vom Hörverlust noch nicht betroffen. Häufig beginnt Hörverlust in helleren Tonlagen.

Beispiel: Hohe (hellere) Konsonanten, wie f, s und t, können schnell überhört werden. Vokale, wie a, o und u, sind eher tief frequent und vom Hörverlust noch nicht betroffen. Dass führt häufig dazu, das Menschen mit Hörverlust andere Personen reden hören, aber nicht verstehen.

ANZEICHEN VON HÖRVERLUST

Sollten Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit JA beantworten, haben Sie vielleicht einen Hörverlust.

  1. Haben Sie das Gefühl, die Menschen um Sie herum sprechen leise oder undeutlich?
  2. Verstehen Sie schlecht bei Unterhaltungen in Restaurants oder auf großen Feiern?
  3. Stellen Sie häufig die Lautstärke an Ihrem Fernseher, Radio oder Telefon höher?
  4. Merken Sie, dass Freunde und Familienmitglieder Ihnen gegenüber Gesagtes oft wiederholen müssen?
  5. Achten Sie auf Lippenbewegungen von Gesprächspartnern, um verstehen zu können, was sie sagen?
  6. Spüren Sie, dass Ihr Alltag immer weniger Geräusche enthält, wie z. B. Vogelgezwitscher, Fußschritte, tickende Uhren oder der Blinker im Auto?

Welche Ursachen hat Hörverlust?

Hörverlust wird begünstigt durch den Lebenslauf. Hörverlust kann durch Krankheit, Lärm, Verletzungen oder genetisch verursacht werden. Wir empfehlen die Kontrolle des Hörvermögens ab dem 40. Lebensjahr. Hörverlust betrifft jede Generation!

Lebenslauf bedingter Hörverlust

Es ist eine gesellschaftliche Entwicklung – je nach Lebensumständen steigt der Verschleiß am Hörorgan. Mit fortschreitendem Lebenslauf verlieren wir früher oder später unter Umständen die Fähigkeit leisere, höhere Klänge zu hören. Es gibt viele Geräusche, die man entbehren kann, leicht kann man auf Vogelgezwitscher oder Nachbarschaftsgeräusche verzichten, wenn jedoch wichtige Informationen der Sprache verloren gehen, stellt dies schon eine weit größere Herausforderung dar.

Die häufigsten Anzeichen für Hörverlust ab dem 40. Lebensjahren sind Probleme beim Hören leiser Stimmen, sowie Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache, wenn Hintergrundgeräusche vorhanden sind. Oftmals bemerken Freunde, Kollegen oder Familienmitglieder den Hörverlust zuerst.

Lärmbedingter Hörverlust

Eine übermäßige Einwirkung lauter Geräusche verursacht diesen Hörverlust oftmals. In den letzten Jahrzehnten hat der Freizeitlärm immer mehr zugenommen, wohingegen bei Verkehrswesen, Industrie, Polizei und Militär schädlichem Lärm immer größere Beachtung geschenkt wird. Auch Handwerker, Landwirte, Zahnärzte und die Kinderbetreuer sind sehr oft von vorzeitigem Hörverlust betroffen. Konzerte und zu lautes Musikhören können ebenfalls das Gehör schädigen. Die regelmäßige Einwirkung lauter Geräusche erhöht das Risiko einen frühzeitigen Hörverlust zu bekommen.
Wir empfehlen daher stets einen Gehörschutz zu tragen, wenn Sie Situationen mit übermäßigem Lärm ausgesetzt sind.

ARTEN VON HÖRVERLUST

Der Lebenslauf und der damit verbundene Verschleiß bedingt am häufigsten einen Hörverlust. Hauptursache sind hier oft die übermäßige Einwirkung lauter Geräusche, Krankheiten in Form von Infektionen, Kopfverletzungen oder die Behandlung mit starken Medikamenten oder Chemotherapie können einen Hörverlust verursachen.

Probleme im Außen- oder Mittelohr können ebenfalls einen Hörverlust verursachen. Häufig sind auch Zellschäden oder defekte Nervenfasern im Innenohr Ursache für einen Hörverlust. Einen Kombination aus allen Störungsmöglichkeiten ist ebenfalls möglich.

Hörverlust im Außen- und Mittelohr

Wenn der Schallweg durch Hindernisse im Außen- und Mittelohr behindert wird und der Schall nicht, oder nur noch schlecht zum Innenohr vordringen kann, entsteht Hörverlust. Häufigste Ursache ist z. B. eine Ansammlung von Ohrenschmalz im Gehörgang, aber auch Trommelfellperforationen (Loch) oder Flüssigkeit im Mittelohr, vielleicht auch defekte oder beschädigte Gehörknöchelchen (Hammer, Ambos, Steigbügel), oder sogar die Kombination aus Allem führt zu Hörverlust.

Hörverlust im Innenohr

Wenn die Hörschnecke (Cochlea) in ihrer Funktion eingeschränkt ist, entsteht diese Art von Hörverlust. Wenn die empfindlichen Zellen in der Cochlea oder die Nervenfasern beschädigt sind, kann Schall nicht mehr richtig in das Nervensystem übertragen werden. Ursache ist hier meistens Lärm, aber auch Medikamente oder Erkrankungen können die Ursache sein. Auch Altersbedingter Verschleiß ist denkbar, jedoch scheinen Gesellschaftsbedingte Ursachen den Verschleiß am Hörorgan zu begünstigen, denn schon jugendliche Menschen haben durch zu intensiven Geräuschkonsum Hörverluste, während selbst 90 Jährige noch nahezu normalhörend sind. Defekte im Innenohr sind in den meisten Fällen dauerhaft.

HÖRVERLUST AUS - LEBENSQUALITÄT AN

Wir stellen oft fest, dass ein unbehandelter Hörverlust der Grund war, warum sich unsere Kunden aus dem sozialen Leben zurückgezogen haben. Immer wieder wird beschrieben, dass Unterhaltungen in Gesellschaft so viel mehr geistige Energie erfordern. Immer wieder erzählen uns Kunden, die sehr lange mit der Hörgeräterprobung gewartet haben, von Gefühlen der Isoliertheit, einige berichten sogar von depressiven Verstimmungen.

Mit wenigen Fragen läßt sich prüfen, ob einige der beschriebenen Situationen und Erfahrungen in Bezug auf Hörverlust für Sie zutreffen. Vielleicht vermuten Sie, dass Sie auf eine Ihnen nahestehende Person zutreffen:

  • Ich fühle mich häufig unsicher, wenn ich außer Haus bin, da ich so schlecht merke, woher die Geräusche kommen
  • Mich überkommt oft eine Niedergeschlagenheit, ich fühle mich allein
  • Ich werde sehr schnell müde vom zuhören und muss mich nach der Arbeit ausruhen
  • Meine Gedächtnis bereitet mir Probleme
  • Sprache zu verstehen bereitet mir große Probleme, besonders wenn mehrere Personen sprechen
  • Meine Lebensqualität hat sich verschlechtert seit ich fühle, dass mit meinem Gehör etwas nicht stimmt
  • Ich glaube auch meiner Familie fällt es schwer mit mir zu reden

Wir geben Ihnen Hilfe und Unterstützung, wenn Sie bei sich oder bei einer Ihnen nahe stehenden Person Anzeichen von Hörverlust bemerken.

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